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Was man darunter versteht

Unternehmer, zumal wenn ihr Betrieb (noch) klein ist,haben mit Tagesgeschäft und Akquise genug zu tun. Für sie kann sinnvoll sein, ihre Abrechnungen als Auftrag an eine externe Abrechnungsfirma zu vergeben.

Das betrifft zum einen die Gehaltsabrechnung für die eigenen Mitarbeiter. Für die Lohnbuchhaltung sind Kenntnisse im Arbeits- und Steuerrecht erforderlich. So lange das Unternehmen keinen eigenen Personaler hat, der das nötige Wissen mitbringt, lohnt es sich, hierfür einen spezialisierten Dienstleister zu beauftragen.

Nutzen

Denn Fehler können hier teuer sein:
Werden Sozialbeiträge oder Steuern für die Mitarbeiter nicht korrekt berechnet und abgeführt, kann der Staat noch Jahre später Forderungen an den Arbeitgeber stellen, die sich möglicherweise über die Zeit zu einer beträchtlichen Summe addiert haben. In der Regel erstellen Abrechnungsfirmen lediglich die Verdienstbescheinigungen, treten aber den Mitarbeitern gegenüber nicht in Erscheinung; die Überweisungen an die Zahlungsempfänger übernimmt das Unternehmen selbst.

Tätigkeitsfelder

Eine Abrechnungsfirma kann sich im Zusammenhang mit dem Management der Zahlungseingänge von Kunden anbieten. Das gilt besonders für Unternehmen, die eine Vielzahl von Abrechnungen vornehmen müssen, zum Beispiel erfolgreiche Webshops.

Aber auch viele Arztpraxen übergeben ihre Abrechnung mit den Krankenkassen an externe Abrechnungsfirmen. In der Regel kaufen solche Dienstleister den Unternehmen ihre Forderungen gegen den Kunden ab für einen Betrag, der etwas unterhalb der eigentlichen Forderung liegt.

Das Unternehmen spart sich so die engmaschige Kontrolle von Zahlungseingängen, das Inkasso und letztlich das Risiko eines Zahlungsausfalls.

Was zu beachten ist

Zu beachten ist, dass diese Art von Abrechnungsfirmen den Kunden gegenüber in eigenem Namen auftritt. Rechtlich gesehen werden die Forderungen des Unternehmens ihr dazu abgetreten. Nur so kann das Unternehmen aus dem möglichen Inkassoverfahren rausgehalten werden. Eine solche Abtretung der Kundenforderung muss vertraglich (und ggf. datenschutzrechtlich) abgesichert sein.